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Von Büchern und Bäumen

Architekturmuseum Basel
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Die Welt der Pflanzen ist einer unendlich scheinenden Bibliothek von Büchern vergleichbar. Wie anders lässt sich die Vielfalt der Formen, Farben, Grössen und Gerüche beschreiben? In der Alltagsrealität hilft die Überschaubarkeit des Gartens. Die Beschränkung der Dimension und der Mittel wirkt befreiend. Nicht die Gesamtheit der Pflanzen, sondern der Fokus auf Ausgewählte verlangt unsere Aufmerksamkeit. Ein vollkommener Garten kann uns daher mehr berühren als Natur in urwüchsiger Form. Der Zauber eines Gartens liegt aber nicht allein in der Auswahl verschiedener Pflanzen. Die Wahrnehmung über die Textur der Blätter, die Gerüche der Blüten, den Schatten der Bäume ist direkt und unvermittelt.
Das Potenzial der Stadtlandschaft ist die Heterogenität der Stadt. Heute ist die Natur der Stadt vielfältiger als die Natur der Landschaft. Dies hat buchstäblich mit dem Substrat des Ortes zu tun. Vielfach fraktioniert ist die Form der Stadtvegetation eine Erzählung ihrer eigenen Geschichte.

November 2004 - Januar 2005