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Drehender Baum

 

Hainbuchen zeichnen sich auf Grund ihrer individuell wachsenden Form und silbrig-grauen Farbigkeit aus. Sie werden im Alter nicht zu hoch, man könnte den Eindruck gewinnen, als würden sich ihre Wurzeln bis in die Kronen hinein fortsetzen. Die gezackten und gezähnten Blätter erscheinen das ganze Jahr über so, als würden sie sich soeben erst richtig entfalten. Der Stamm der Hainbuche ist wegen seiner „Spannrückigkeit“ unverwechselbar - man sieht und fühlt die Ein- und Ausbuchtungen der Stammoberfläche, die Wellen im Holz. Im einem Hof werden Hainbuchen im Abstand von 7,5 Metern auf den Kreuzungspunkten eines Linienrasters gepflanzt. Der lichte Wald kann alle gewünschten Funktionen wie u.a. Parkqualität, Stellplatz und Durchfahrt sehr gut aufnehmen; es entsteht ein homogenes Bild, das der gleichzeitigen, unterschiedlichen Nutzung Sorge trägt.

Ein einziger der Bäume dreht sich, einer bestimmten Choreografie folgend, immer wieder aus der Vielzahl der Bäume heraus, als würde er tanzen oder sich einen Blick in alle Richtungen verschaffen. Zugleich definiert er auf diese Weise seinen Freiraum im Umfeld seiner Nachbarn. Der drehende Baum wird mit seinem Wurzelwerk in ein ausreichend großes Behältnis gepflanzt, das durch einen Rotationsmotor unterhalb der Bodenoberfläche in Bewegung gesetzt werden kann.