Belvoirpark, Hotelfachschule, Zürich, Schweiz

Auftraggeber: Gastrosuisse Zurich
Zeitraum: 2004 – 2015
Fläche: 2 000m2
Project-Pdf

Der Belvoirpark ist im 19. Jahrhundert entstanden und damit einer der ältesten Landschaftsgärten der Region. An schöner Lage in unmittelbarer Nähe zum See mit Sicht über die Stadt und die Berge besticht der Belvoirpark noch heute durch seine eigenwillige Erdmodellierung mit grossen Höhendifferenzen und seinem exotischen Baumbestand. Seit den zwanziger Jahren betreibt die Gastrosuisse hier eine Hotelfachschule mit gehobenem, öffentlich zugänglichem Restaurant. Das bisherige Schulgebäude war räumlich klar ausserhalb des Parks. Die Umgestaltung der Umgebung des Ersatzneubaus der Hotelfachschule ermöglichte eine Neuorientierung. In der prinzipiellen Struktur des Parks liegt die Hotelfachschule im sogenannten „Belt“, einer Rahmenpflanzung aus hohen Parkbäumen mit klar durchgestaltetem und dichtem, manchmal waldähnlichen Charakter. Dieses Prinzip wurde weitergeführt und bildet den Charakter der Umgebung nach Süden und Westen zur Strasse hin, den Bereich der Vorfahrt inbegriffen. Flächen, die nicht der Verkehrs- und Anlieferungsgeometrie dienten, wurden entsprechend mit Parkbäumen bepflanzt, die teils als Gruppen, teils als mehrstämmige Exemplare auftreten. Nach Osten hin zum Park wird ein breiter Weg am Gebäude entlang geführt, der mittelfristig nach Norden und Süden zu einem „Beltwalk“ ergänzt werden kann. Zwischen Beltwalk und Irisgarten wurde der teilweise vorhandene Heckenkörper ergänzt bzw. erneuert. Dieses Element übernimmt die Integration und Orientierung des Neubaus zum Park, die Klein- und Pflegewege nehmen Sichtbeziehungen des Parks auf, bilden interne Räume und modifizieren durch wechselnde Heckenhöhe die Relation zwischen unterer Parkebene und der Hotelfachschule. Innerhalb des Heckenkörpers wurde eine Buche neu gepflanzt, die langfristig die Parkkulisse aus Grossbäumen ergänzen wird. Im Eingangsbereich zur Seestrasse wurde die Vorgartenthematik der angrenzenden Villen weitergeführt durch die Integration einer historischen (translozierten) Zaunanlage mit Natursteinsockel und Postament.