BMI Moabiter Werder, Berlin, Deutschland

Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Architektur: Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH
Zeitraum: 2008 – 2014
Fläche: 31 000m2
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Das Grundstück des Neubaus Moabiter Werder ist geprägt von starken städtebaulichen und freiräumlichen Strukturen unterschiedlicher Typen. Der Stadtplatz auf dem Niveau der angrenzenden Strasse nimmt das denkmalgeschützte Restaurant Paris- Moskau auf und gibt dem Eingangsgebäude Platz. Parkflächen umrahmen den Gebäudekomplex, unterbrochen von einer repräsentativen Protokollvorfahrt im Süden. Der Weite des Parks stehen als weiterer Typ zwei Höfe entgegen. Die Bereiche bieten verschiedene Funktionen der Erschliessung und dienen gleichzeitig den Mitarbeitern als Erholungsflächen.

Zentrales Gestaltungselement ist die Hainbuche, die in ihren Wuchsformen, Ansprüchen und ihrer Wandelbarkeit äusserst vielfältig ist. Durch geschickte Kombinationen verschiedener Wuchsformen, Baumdichten und der Wahl des jeweiligen Unterwuchses entstehen variantenreiche Vegetationsbilder. Die Parkbereiche werden dominiert von unregelmässigen Gruppen und Solitären, die von geschwungenen Wegen durchzogen werden. Die Rasenflächen im Bereich der Protokollvorfahrt unterstreichen den repräsentativen und formellen Charakter des Geländes, während weitere Bereiche, als trockene Wiesen oder Staudenfluren angelegt, eine ungezwungene Atmosphäre bieten. Im Bereich der Protokollvorfahrt geht die freie Baumstellung fast unmerklich in ein regelmässiges Raster über und unterstreicht den repräsentativen Charakter des Raumes. Auch am Stadtplatz stehen die Bäume im Raster und bilden ein geschnittenes Blätterdach mit freien Blickbeziehungen zum Gebäudeeingang. Die Plätze und Innenhöfe tragen ebenfalls das Thema der Hainbuche. Baumraster und klar geschnittene Hecken prägen die Plätze und skulpturale Baumexemplare verwandeln die Innenhöfe in besondere Aufenthaltsbereiche.