Limmatfeld, Zürich, Schweiz

Rapidplatz

Auftraggeber: Halter Immobilien
Architektur: Atelier Prof. Hans Kollhoff GmbH
Zeitraum: 2003 – 2014
Fläche: 4 400m2

Die Gestaltung der Freiräume nimmt den Leitgedanken der städtebaulichen Planung auf. Es ist eine deutliche Differenzierung von öffentlichem und privatem Raum, eine klare Definition und Hierarchisierung unterschiedlicher Freiraumtypologien vorzusehen. Neben Strassen, Plätzen und Höfen finden sich Quartierpark, Gärten, Vorgärten und Promenaden. 

Für die Prägung des Quartiers übernehmen die Strassen mit ihren Bäumen und Vorgärten eine zentrale Rolle. Die Höfe haben in erster Linie eine Bedeutung für den jeweiligen Block und beziehen sich stärker auf formale und funktionale Vorgaben der angrenzenden Gebäude. Die Strassen werden hier nicht nur als Verkehrswege, sondern als konsequent gestaltete Grünräume verstanden. Sie unterscheiden sich in ihrer Bedeutung für das Gebiet und sind in eine Hierarchie eingebettet. Die Hierarchie der Strassen- und Grünraume wird durch unterschiedliche Bepflanzungsstruktur, Baumarten, Höhenniveaus, Einfriedungen, durch Treppenanlagen und Zugänge deutlich. Wesentlich ist eine eindeutige Adressbildung und lokale Identifizierbarkeit. Eine differenzierte Bepflanzung der Höfe unterstützt und ergänzt die städtebaulichen Grundsätze und Festlegungen. Die Begrünung der Innenhöfe erfolgt mit Rasenflächen und Laubbäumen. Die Hochbauten wechseln von geschlossenen Büroblöcken zu teilweise aufgelockerten Blöcken mit Dienstleistung und Wohnen zu Blöcken mit reinen Wohnbauten mit deutlich aufgelockertem Blockrand. Diesen Wechsel der Körnigkeit in der urbanen Textur nehmen auch die Höfe auf. Sie erhalten jeweils eine eigenständige Ausformung, die Gestaltung sollte jedoch bei nördlich und südlich benachbarten Höfen eine hohe Ähnlichkeit aufweisen, von West nach Ost in einer überzeugenden Abfolge von städtisch-formaler zu gärtnerisch-landschaftlicher Gestaltung zur Limmat hin eingeordnet sein.