Lohsepark, Hamburg, Deutschland

Von Wasser zu Wasser

Auftraggeber: HafenCity Hamburg GmbH
Zeitraum: 2010 – 2017
Fläche: 60 000m2
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Dreht sich ein Besucher in der Mitte des Lohseparks um 360 Grad, dann erlebt er eine der herausragenden räumlichen Qualitäten des Areals: An beiden Enden öffnet sich die langgezogene Achse der Freifläche zum Hafenbecken. Wenn auch nicht von jedem Standpunkt aus sichtbar, ist das Wasser doch prägend für die Raumwirkung: Die offenen Wasserflächen durchbrechen die Fassadenlandschaft und bringen Licht und Luft in den Park. 

Das Freiraumkonzept streicht diese Raumqualitäten mit zwei grundlegenden gestalterischen Eingriffen heraus: Einer Blickachse von Wasser zu Wasser und einer präzisen räumlichen Staffelung  in drei Höhenstufen - Stadtebene, Parkebene und historische Ebene. 

Terrassen verbinden die einzelnen Ebenen miteinander. Ihre Detailgestaltung lässt Aufenthaltsflächen mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten und unterscheidbaren Charakteren entstehen.

Grosszügige Räume mit klarer Formensprache einerseits und für den Ort charakteristische Details und Materialisierungen andererseits verleihen dem Raumensemble um den Lohsepark seine spezifische Atmosphäre. Sie changiert zwischen der Ruhe, die Orte am Wasser ausstrahlen, und urbanem Leben, zwischen spürbarer Geschichte, gelebter Gegenwart und einer in die Zukunft gerichteten Gestaltung.

Der in den Park integrierte Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ erinnert an die Deportation von tausenden Juden, Sinti und Roma in den Jahren 1940 - 1945.