Münchener Rück, München, Deutschland

Bild und Kontext – Sehen und Erinnern

Auftraggeber: Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
Architektur: Baumschlager Eberle
Zeitraum: 1998 – 2001
Fläche: 11 000m2
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Der Umbau der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft ist Teil eines Blockrandgevierts. Der Hof ist im Inneren durch einen parkähnlichen Grünraum geprägt.

Die Neugestaltung des Aussenraums lässt ein durchgängiges, offenes Raumsystem zu und belässt den untergeordneten Hofpartien mit den alten bestehenden Bäumen ihren eigenen Charakter.

Inmitten eines leichten und transparenten Ahornhains steht neu ein langer und schmaler Neubau auf Pilotis. Das Glashaus mit seiner langgezogenen Form wird zum Massstab, der den heterogenen Hof mit den belassenen Sekundärbauten und Abgängen relativiert. Die entstehende Weite gibt der Anlage ihren Parkcharakter.
Auf dem schattigen und vom Gebäude umschlossenen Hofgarten auf dem ersten Obergeschoss ist ein Moosgarten angelegt. Er ist nicht betretbar, kann aber von den verschiedenen Stockwerken aus durch die gläserne Fassade als Naturbild eingesehen werden. Verschiedene Moosarten in sattem, dunklem Grün besiedeln Tuffsteinquader und schaffen ein Moosmosaik, das sich über die Jahre stetig wandeln wird.

Die über dem Haupt- und dem Gartenportal als übergrosse Wandbilder aus bemoosten Tuffsteinplatten installierte „Organische Wand“ geht auf den Beitrag des Künstlers Olafur Eliasson zurück.