Münsterplatz, Konstanz, Deutschland

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Auftraggeber: Stadt Konstanz
Zeitraum: 2003 – 2006
Fläche: 6 000m2

Der Münsterplatz ist einer der städtebaulichen, topografischen und historischen Schwerpunkte in der Stadt Konstanz. Das Münster prägt als markantes Bauwerk das Stadtbild. Um der Bedeutung des Münsterplatzes im kollektiven Erleben gerecht zu werden, wird sein Erscheinungsbild aus dem stadträumlich historischen Zusammenhang und unter Verwendung der örtlich vorhandenen Stoffe entwickelt. Architektur, Vegetation und Materialien werden im Kontext der Stadt wie geologische Schichten gelesen. Der Entwurf vertraut auf wenige Elemente und Materialien, welche die prägenden Raumelemente – Münster, Baumgruppe, Stadtfassade – in Szene setzen und in der Stadtstruktur verankern. Das vorhandene Natursteinpflaster wird mit ähnlichem Material ergänzt und die ganze Platzfläche durchgehend gepflastert, was den Platz als zusammenhängendes Ganzes markiert. Der Kreuzgarten wird mit zwei ineinander geschobenen, u-förmigen Eibenhecken nachempfunden. Die äussere bildet, niedrig und präzise geschnitten, den Rahmen. Die innere Hecke variiert in Höhe und Mächtigkeit, so dass im Garteninneren unterschiedliche Raumsituationen entstehen. Eine grosszügige Bank schliesst das innere Hecken-U und lädt zum Aufenthalt ein.