Psychiatrische Klinik Waldhaus, Chur, Schweiz

Neue Sichtweisen

Auftraggeber: Hochbauamt des Kanton Graubünden
Architektur: Neubauten: F. Censi & F. Chiaverio
Zeitraum: 1991 – 1996
Fläche: 15 000m2

Im 19. Jahrhundert ist die Psychiatrische Klinik Waldhaus auf einem Areal mit wechselvoller Geschichte erbaut worden: einst Schuttkegel, später Wald, dann Acker und Weidefläche. Die mächtige, axial organisierte Gründerzeitarchitektur des Haupthauses geht auf einen aus Deutschland adaptierten Typus von Haus und Garten zurück – dort allerdings für ein flaches Terrain entwickelt. In Graubünden war deshalb eine bergseitige Abgrabung mit talseitiger Aufschüttung erforderlich. Aus dieser Zeit, mit dem miniaturisierten, kleinräumig organisierten Landschaftsgarten, stammt der kostbare Baumbestand.

Die Neugestaltung der Anlage führt im Sinne eines neuen Psychiatrieverständnisses zur Öffnung des Parks: Die überdachten Passagen wird abgerissen, die Kleinräumigkeit zugunsten einer grosszügigen Parkanlage aufgelöst und der Baumbestand mit zusätzlichen Bäumen ergänzt. Die neue Erschliessung mittels bogenförmiger Parkwege sorgt für ein grosszügiges Raumerlebnis und signalisiert die Öffnung der Anlage. Dem Parkteil stehen neu hinzugefügte Hofräume bei den Patientenhäusern gegenüber, die wie Wohngärten gestaltet sind.

* Project by Kienast Vogt Partner