Wettbewerbsgewinn neues Bahnhofsumfeld Hamburg-Altona
VOGT gewinnt zusammen mit C.F. Møller den Ideenwettbewerb zum neuen Bahnhofsumfeld Altona in Hamburg.
Die beschlossene Verlegung des Kopfbahnhofs Hamburg-Altona nach Diebsteich eröffnet eine einmalige städtebauliche Chance für ein neues Quartier am Übergang zwischen Altona und Ottensen. Vielfältige Anforderungen sind zu bedienen. Es besteht zuvorderst der Wunsch nach einem neuen Zentrum und grünen Aufenthaltsräumen für Altona. Der Busbahnhof muss seine Fläche wesentlich vergrößern, um bedarfsgerecht zu bleiben. Gleichzeitig sind die Verkehrsströme aus ÖPNV, Fußgänger, Radfahrer, PKW, Taxen und Anlieferung zu entflechten. Flächen für Büro, Gewerbe sind neutral zu halten, Wohnraum ist zu schaffen.
Der Entwurf stellt ein einfaches, robustes und anpassungsfähiges Rahmenwerk für die langfristige Entwicklung dar. Die städtebaulichen Setzungen lassen klar ablesbare Freiraumtypen entstehen: Park, Stadtplatz, Schmuckplatz, Promenaden, Straßen und Fußgängerzonen. Dies schafft ein hohes Maß an Identität, Orientierung, Nutzungsvielfalt und sozialer Nachhaltigkeit.
Der zukünftig verkehrsberuhigte Paul-Nevermann-Platz wird das neue Zentrum Altonas. Er vernetzt in Ost-West-Richtung die Fußgängerzonen Ottenser Hauptstraße mit der historischen und neuen Großen Bergstraße auf Altonas Seite. In Nord-Süd-Richtung bindet er angrenzende übergeordneter Stadträume zusammen. Eine Sequenz vom entstehenden Quartier Mitte Altona bis zur Elbe entsteht. Im Sinne eines klassisches Stadtplatzes ist er befestigt und vielfältig nutzbar. Klimaresiliente Stadtbäume spenden Schatten, fördern die Verdunstung, verbessern das Mikroklima und bilden einen ökologischen Mehrwert.
Der neue Busbahnhof wird auf ehemaligen Regional- und Fernverkehrsgleisen entlang der verbleibenden S-Bahn-Trasse organisiert. Durch die Bündelung mit vorhandener Infrastruktur entstehen kurze Wege, eine klare Orientierung und eine minimale Belastung für die Nachbarschaft.
Ein Quartierspark entsteht auf dem Großteil des alten Gleiskörpers. Er bedient die Nachfrage nach Aufenthalt im Grünen, Erholungs-, Spiel- und Sportflächen. Die sich am Bestand orientierende Topografie schafft Distanz zur Verkehrsinfrastruktur und stärkt die Aufenthaltsqualität. Die anliegende Straße wird als verkehrsberuhigte Park-Promenade ausgebildet.
Der Beitrag überzeugt durch seine klare Struktur, hohe Nutzungsvielfalt und nachhaltige Entwicklungsperspektive.
Der Ideenwettbewerb wurde von einer Bürgerbeteiligung begleitet, die bereits im Vorfeld partizipativ die Vorstellungen, Bedürfnisse und Wünsche aufgenommen und zusammengefasst hatte. Zum Wettbewerbsauftakt wurde die Öffentlichkeit eingeladen in einem Werkstattverfahren vor Ort sich mit den Planungsteams auszutauschen. Zum Abschluss des Verfahrens wurden die fünf Konzepte der Planungsteams erneut der Öffentlichkeit präsentiert und von den Bürger*innen bewertet. Der von uns präsentierte Entwurf fand dabei positive Resonanz.
Der Entwurf von VOGT und C.F. Møller wird neben dem von Studio Erde und Noto im weiteren Verfahren vertieft.
https://bahnhof-altona.beteiligung.hamburg/#/

