Symposium - Die Alpen im Fluss
Landschaften im Kontext des Wandels neu denken und gestalten
Das Bild der Alpen als mineralische, statische und festgeformte Einheit hat sich in unserer Vorstellungswelt über die Jahrhunderte festgesetzt und zunehmend verfestigt. In Tat und Wahrheit ist der Alpenraum aber kein stabiles Gefüge, sondern ein dynamischer und sensibler Organismus. Alles ist in Bewegung, alles fliesst.
Vor dem Hintergrund des Klimawandels schreitet die Veränderung der Alpen nun beschleunigt voran. Davon ist auch das Wasser als zentrales Element der Landschaft direkt betroffen. Der Prozess birgt zahlreiche Herausforderungen. Mit Blick auf den nationalen und kontinentalen Kontext eröffnen sich aber auch vielfältige Potenziale.
Lesen wir vor diesem Hintergrund die Alpen als «ökologische Insel», aber auch als Ressourcenraum inmitten des westeuropäischen Kontinents, werden die Alpen in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen, gerade auch aus Sicht des Wassers. Als Konsequenz davon dürften sich die heute bereits bestehenden Interessens- und Nutzungskonflikte verschärfen. Daher ist es dringend notwendig, Alpine Landschaften neu zu denken und zu gestalten und dabei einen Ausgleich zwischen den Schutz- und Nutzungsinteressen zu finden.
Hier setzt die Tagung an und führt Expertinnen und Experten aus den Bereichen Gestaltung, Natur- und Ingenieurswissenschaften sowie Tourismus zusammen, um über die Folgen und Möglichkeiten des sich verändernden alpinen Wasserregimes zu debattieren.
Mit Beiträgen von Rolf Weingartner, Jon Mathieu, Bernhard Tschofen, Günther Vogt, Francesca Pedrina, Felix Keller, Mélanie Eppenberger, und Daniel Fischlin. Moderation: Maarit Ströbele.
9. November 2021
13:30 - 18:00, anschliessend Apéro
Klostersaal, Culinarium Alpinum, Stans
(3-G Anlass)
Veranstalter
Professur Günther Vogt, ETH Zürich, D-ARCH, LUS
Forum Landschaft, Alpen, Pärke (FoLAP) der SCNAT
